die NÖ Umweltverbände
 


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Niederösterreich wird plastikfit: Maßnahmen für die Bevölkerung


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Wir sammeln in unserem Bundesland jährlich rund 29.000 Tonnen Plastik aus Verpackungen, das sind 17 kg pro Niederösterreicherin und Niederösterreicher. Kunststoffe finden sich in nahezu all unseren Lebensbereichen.
April 2019



Aufgrund ihrer besonderen technischen und chemischen Eigenschaften sind sie auch zukünftig nicht aus unserem Alltag wegzudenken. Häufig kommen Kunststoffe jedoch in Einwegprodukten und Einwegverpackungen zum Einsatz. Diese sorgen für steigende Müllmengen, sind oft nicht rezyklierbar und können - wenn nicht richtig entsorgt - unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Auf Initiative von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und LAbg. Bgm. Anton Kasser, Präsident des Vereins "die NÖ Umweltverbände" starten deshalb unterschiedliche Informationsmaßnahmen zum Thema Einweg-Plastikvermeidung. Getragen werden diese Schwerpunkte von Land NÖ, den NÖ Umweltverbänden und der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu). Besonders im Fokus steht dabei der Schutz der Umwelt. Pernkopf und Kasser wollen die Vermeidung von Einwegplastikprodukten vorantreiben und auch das achtlose Wegwerfen von Plastikabfällen reduzieren. Beide betonen unisono: "Wir freuen uns über die breitangelegte Zusammenarbeit von starken PartnerInnen, damit NÖ und die Bevölkerung plastikfit werden!"

Einbeziehung der NÖ Bevölkerung: Infoangebot und Diskussion über Mehrwegkultur
Hinkünftig sind zum Thema Einwegplastik über http://www.plastikfit.at Zahlen, Daten und Fakten sowie aktuelle Lösungsansätze zum nachhaltigen Umgang mit Kunstoffen in Niederösterreich, Österreich und der EU verfügbar. Tipps zum plastikfiten Alltag werden ebenso auf www.wir-leben-nachhaltig.at präsentiert. Ein eigener Infofolder "Gemeinsam gegen Einweg-Plastik" der auf www.plastikfit.at verfügbar ist, rundet das Angebot ab.

Raus aus Einweg
Das Land NÖ, die NÖ Umweltverbände und Energie- und Umweltagentur NÖ setzen zudem auf ein Raus aus Einweg. Anton Kasser erklärt: "Wir setzen in Sachen Plastik auf einen nachhaltigeren Umgang mit begrenzten Ressourcen. Der Einsatz von Mehrwegprodukten ist hier ein wirklich nachhaltiger Ansatz." Aktuell werden deshalb auch die Sauberhaften Feste der NÖ Umweltverbände weiterentwickelt. In Kooperation mit dem Freiwilligen Service von NÖ Regional finden dazu derzeit landesweite Diskussionen statt, um den Anforderungen an eine moderne Fest- und Mehrwegkultur gerecht zu werden. Die niederösterreichischen Umweltverbände bieten aktuell hierfür privaten und kommunalen Veranstaltern mehr als 30 Geschirrmobile sowie Leihgeschirrspüler, Mehrweggeschirr und -becher an. Auf die Erfolge der Sauberhaften Feste soll aufgesetzt werden, denn in den letzten Jahren ersparte man sich bei über 4.000 Sauberhaften Festen allein 17 Millionen Plastikbecher. Stephan Pernkopf hierzu: "Mehrwegbechersysteme für Gemeindeveranstaltungen sind aktuell stark nachgefragt. Das Nachhaltige Beschaffungsservice NÖ diskutiert derzeit mit unseren Gemeinden über die Bedürfnisse und Anforderungen von Gemeinden an Mehrwegbecher. Wir arbeiten hier eng mit Expertinnen und Experten und den Kommunen zusammen, um hier ganz konkrete Lösungen anzubieten.

Alternativen zu Einwegplastik schaffen Mehrwert
Dort wo Mehrweg nicht möglich ist, fokussiert sich das Land NÖ, die NÖ Umweltverbänden und die Energie- und Umweltagentur NÖ auf nachhaltig produzierte biobasierte Kunststoffe. Diese werden als Biokunststoffe bezeichnet. Stephan Pernkopf führt hierzu aus: "Das Land NÖ hat sich sehr früh an der Diskussion um Alternativen von Einwegplastik beteiligt. Schon seit über einem Jahrzehnt beteiligen wir uns an Forschungsprojekten über biologisch abbaubare Produkte." Biobasierte Kunststoffe sind CO2-neutral und können aus landwirtschaftlichen Reststoffen oder Nebenprodukten hergestellt werden. Säcke aus Biokunststoffen eignen sich hervorragend dafür, Gemüse, Obst und Gebäck länger haltbar zu machen. Für Niederösterreichs Märkte werden unter dem Titel ,Biosackerl‘ Frischhaltesäcke angeboten. Im Rahmen des Schwerpunkts zur Reduzierung von Einwegplastik werden derzeit auch die Vor- und Nachteile der Verwendung von Vorsammelsäcken in der Biomüllsammlung evaluiert. Die Anwendung im Alltag der Bürgerinnen und Bürger und bei der Abfalltrennung wird hier besonders betrachtet. Land NÖ und die NÖ Umweltverbände sind ebenso Projektpartner von plasticfreedanube. Hier werden wertvolle Informationen, insbesondere über Plastikabfälle entlang der Donau, gesammelt. Die bisherigen Auswertungen der gesammelten Mengen eines Teils der bisherigen Sammelaktionen zeigen, dass ein großer Teil des gefundenen Plastikabfalls aus PET-Flaschen und anderem Verpackungsmaterial besteht. Einen weiteren Anteil machen geschäumte Kunststoffe (z.B. Styropor) aus, sowie Haushaltsabfälle und Abfälle von Sport- und Freizeitaktivitäten.

Einwegplastikverbot: NÖ unterstützt Bundesregierung und EU Richtlinie
Lösungsansätze für den Umgang mit Kunststoffen wurden nicht nur von der Europäischen Union, sondern auch von der Österreichischen Bundesregierung erarbeitet. Das von der Bundesregierung geplante Verbot von Plastiksackerln und Mikro-Plastik in Kosmetika sowie Reinigungsmitteln ist ein wichtiger Schritt für die Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Pernkopf und Kasser schließen: "In NÖ bauen wir auf bestehende Maßnahmen und unsere bisherigen Erfahrungen bei Sauberhaften Festen oder dem Frühjahrsputz auf. Wir verstärken unsere Bemühungen in Sachen Vermeidung und machen zudem auf Alternativen und konkret umsetzbare Maßnahmen aufmerksam."


Weitere Infos: Beschaffungsservice NÖ ist plastikfit





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